Raumklima und Ökologie

Die Vorteile des Bauens mit Holz liegen auf der Hand.
- Nachwachsendes, energiesparendes Baumaterial, da keine aufwändige Herstellung notwendig ist. Das Bauholz wird lediglich technisch getrocknet.
Das Wohnhaus wird in einer Halle unter kontrollierten Bedingungen vorgefertigt. Dies ermöglicht einen schnellen Baufortschritt und schont die lokale Umwelt (Bauplatz, Nachbarn).
- Eine Austrocknung des Gebäudes, wie beim Ziegelhaus, entfällt.

- Die Raumaufteilung kann beliebig erfolgen, da beim Holzskelettbau weitgehend auf "tragende" Innenwände verzichtet werden kann. Dies ermöglicht auch eine einfache Veränderbarkeit nach der Fertigstellung des Gebäudes, wenn sich beispielsweise der Wohnraumbedarf verändert hat.
- Ein Holzhaus reguliert die Raumfeuchtigkeit und besitzt immer warme Oberflächen. Dies führt zu behaglichem Raumklima.


Holz - Lebenslange Natürlichkeit


Der Lebensweg des Rohstoffes Holz beginnt im Wald und kehrt am Ende seines Lebenszyklus wieder in den geschlossenen Naturkreislauf zurück. Jede Sekunde wächst in bayerischen Wäldern ein halber Festmeter Holz.

Holz - der Baustoff der Zukunft: ökologisch, ökonomisch, ressourcenschonend, nachwachsend und immer verfügbar, schadstofffrei und langlebig. Allein mit Sonnenenergie produziert, ohne schädliche Abgase, Abwässer und Abfälle. Konstruktiv und bauphysikalisch ist ein Holz idealer Baustoff für die gesamte Hauskonstruktion.

Es gibt fast nichts, was nicht aus Holz sein könnte. Wer mit Holz leben und wohnen will, muss die Eigenschaften und Vorzüge dieses Multitalents kennen und berücksichtigen. Holz ist ein organischer Baustoff. Die in seinen Zellen enthaltene Luft macht es unter den Baustoffen beinahe schon zum Dämmstoff. Der Vorteil: Wohnbehaglichkeit und Energieersparnis.

Holz speichert in den Zellwänden Feuchtigkeit und gibt diese bei sinkender relativer Luftfeuchtigkeit wieder ab. Die Verwendung von unbehandeltem Holz verbessert das Raumklima und die Luftqualität.

Lehm - Der älteste Baustoff der Welt

Lehm gehört zu den weltweit am meisten verwendeten und am längsten erprobten Baustoffen. Jahrhunderte alte Häuser, in denen Lehm häufig im Verbund mit pflanzlichen Bestandteilen wie Holz, Stroh, Schilf und Jute verwendet wurde, zeugen von seiner Dauerhaftigkeit als Baustoff.

Lehm besteht aus Ton als Bindemittel und Sand beziehungsweise Schluff als Gerüstsubstanz. Eine der wichtigsten Eigenschaften von Lehm ist seine im luftgetrockneten Zustand verbleibende Gleichgewichtsfeuchte von 3 - 7 Vol. % innerhalb der Poren. In Abhängigkeit von der relativen Luftfeuchte nimmt der Lehm Feuchtigkeit in seinem Kapillarsystem verhältnismäßig schnell auf oder gibt sie wieder ab.
Lehm zieht Wasser vom Holz ab und hält so die Balken trocken.
Resultat ist eine relativ gleichbleibende Raumluftfeuchte von wohnmedizinisch gesunden 45 bis 55 Prozent. Dies belegen fünfjährige Messungen in einem Wohnhaus aus Lehmsteinen in Kassel.

Die raumluftreinigende Wirkung von Lehm beruht auf subjektiver Wahrnehmung und ist bisher wissenschaftlich leider noch nicht nachgewiesen. Die Aufnahme in Wasserdampf gelöster Substanzen, im Rahmen technischer Verfahren, ist dagegen belegbar.
Lehm löst keine Allergien aus und ist leicht zu verarbeiten. Er ist preiswert und einfach schön. All dies spricht dafür, Lehm wieder auf den Bauplan zu bringen.

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